CAPACITY OF MOVEMENTS – COM


Simon Lucaciu – Piano, Elektronik, Komposition
Marina Schlagintweit – Piano, Elektronik
Tara Sarter – Querflöte
Aleksander Sever – Vibraphon
Babett Niklas – Harfe

Florian Müller – Kontrabass
Jakob Obleser – Kontrabass & Bass
Samuel Dietze – Schlagzeug & Elektronik

Liveausschnitt:

Infotext in Deutsch:

In dem neuen Projekt vereint Lucaciu Musiker:innen aus unterschiedlichen musikalischen Welten wie Improvisation, Neue Musik, Jazz, experimentelle Elektronische Musik und Avantgarde. Ziel ist es, eine gemeinsame musikalische Sprache zu schaffen, die durch den interdisziplinären Dialog dieser verschiedenen Traditionen entsteht. Die Besetzung umfasst zwei Klaviere, Vibraphon, Harfe, Flöte, zwei Bässe, Schlagzeug und elektronische Klänge.

Dabei werden Mechanismen der Be  und Entschleunigung, wie sie in der Modernen Welt immer mehr an Bedeutung gewinnen, nicht nur dargestellt, sondern schaffen einen produktiven Umgang dieser Bewegungsmechanismen.  Wir betrachten Bewegung nicht nur als ein rhythmisches Konzept, sondern auch als ein Konzept von Freiheit. Innerhalb des Ensembles werden Fragen zur Gleichberechtigung der einzelnen Stimmen und deren Bewegungsmöglichkeiten gestellt und neu verhandelt. 

Außerdem verstehen wir Prozess als Fundamental für unser künstlerisches Handeln. Die Arbeit auf der Bühne ist nicht phasenverschoben sondern stets synchron zu dem Prozess. Wir kritisieren den Vermarktungsgedanken, welcher besagt dass „fertige“ Produkt verkaufen zu wollen. Wir wollen unsere Arbeit unseren Prozess verkaufen. 

Das Projekt ist Teil eines prozesshaften Forschens und wirft Fragen nach neuen Strukturen und Denkweisen in der Musik auf. 

information text in English:

In this new project, Lucaciu brings together musicians from different musical worlds such as improvisation, new music, jazz, experimental electronic music, and avant-garde. The aim is to create a common musical language that emerges from the interdisciplinary dialogue between these different traditions. The instrumentation includes two pianos, vibraphone, harp, flute, two basses, drums, and electronic sounds.

Mechanisms of acceleration and deceleration, which are becoming increasingly important in the modern world, are not only represented, but also create a productive approach to these mechanisms of movement. We view movement not only as a rhythmic concept, but also as a concept of freedom. Within the ensemble, questions about the equality of individual voices and their possibilities for movement are raised and renegotiated.

We also understand process as fundamental to our artistic practice. The work on stage is not phase-shifted but always synchronous with the process. We criticize the marketing idea of wanting to sell a “finished” product. We want to sell our work, our process.

The project is part of a process-oriented research and raises questions about new structures and ways of thinking in music.